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Pädagogik wirkt ... PDF Drucken E-Mail

Seminar „Pädagogik wirkt - zur Evaluation der Wirkungen pädagogischen Handelns am Beispiel der Kinder- und Jugendarbeit: Forschungs- und Schreibwerkstatt" (Sommersemester 2009)


Die Frage, ob und wie pädagogisches Handeln wirkt, ist auch (und wieder) in der Kinder- und Jugendarbeit angekommen (Basisliteratur: Lindner, W. (Hg.): Kinder- und Jugendarbeit wirkt. Aktuelle und ausgewählte Evaluationsergebnisse der Kinder- und Jugendarbeit, 1. Aufl. Wiesbaden 2008, 2. Auf. Wiesbaden 2009). So lassen sich Hinweise auf den Zusammenhang von selbst erfahrener Kinder- und Jugendarbeit und - zum Beispiel - späterer gesellschaftlicher Teilhabe nicht mehr nur (als pädagogisch-professionelles Erfahrungswissen) vermuten, sondern empirisch absichern: Kommunalpolitisches Engagement stützt sich auf spezifische  Erfahrungen jugendlicher Selbstorganisation, interkulturelle Kompetenz auf ein besonderes Erleben im internationalen Jugendaustausch, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Es fehlt aber noch an niederschwelligen (an das Praxissystem direkt anschließenden) Analysen, in die Praxis selbst eingebunden ist (im Sinne eines Konzepts von Praxisforschung als unterstützter Forschung der Praxis selbst) und die direkt auf die Gestaltung, ggfs. (im Sinne der Entfaltung von Nachhaltigkeit) Veränderung, alltäglicher Praxis abzielen. Hierbei können im regionalen Kontext Anschlüsse am ehesten hergestellt werden: in Bezug auf relevante und „alltägliche“ Praxisfelder, in Bezug auf Zielgruppen und deren Einbindung/Beteiligung, in Bezug auf die Nähe der Forscher/innen zur Praxis und umgekehrt, in Bezug auf ein Netzwerk von Akteuren auf „gleicher Augenhöhe“.
 
Im Rahmen des Seminars wurde die im Wintersemester 2008/09 aufgenommene Diskussion zum Stand, zu Konzepten und Befunden der Wirkungsforschung in Bezug auf die Kinder- und Jugendarbeit fortgesetzt. Die Lehrveranstaltung entwickelte sich als der „Ort", in dem Projekte von Nachwuchsforscherinnen und -forschern aus dem Projekt "mit Wirkung" präsentiert und diskutiert wurden, Wirkungen im pädagogischen Alltag von Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern im Landkreis Northeim zu analysieren, mit dem Ziel, identifizierte Nachhaltigkeitsindikatoren in die Alltagspraxis auch jenseits des „Forschungsraumes“ zu kommunizieren. 

Ergebnis der Diskussion der Forscher/innen war auch die Entwicklung eines Begriffs der "Wirkung pädagogischen Handelns" in Kontext der Jugend(sozial)arbeit im Landkreis Northeim.

Folgende Einzeluntersuchungen wurden im Rahmen des Projektes durchgeführt:

  • Franziska Krämer: Wirkungen eines offenen Freizeitangebotes für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Eine qualitative Analyse (Magisterarbeit)

  • Marina Knaus: Infoscouts im Landkreis Northeim – ein nachhaltiges Beteiligungsprojekt (Magisterarbeit)
     
  • Benjamin Mickan: Wirkung von Freizeiten auf Kinder von 8 bis 12 Jahren (Magisterarbeit)

  • André Epp: Kulturelle Kinder- und Jugendarbeit – Mehr als nur musikalische Kreativität (Magisterarbeit)

  • Ruth Schüler: Wirkungsvolle Zukunfts-, Lebens- und Berufspanung in der Schule (Magisterarbeit)
     
  • Natalie Multsch: Nachhaltigkeit von Aktionsprojekten gesundheitlicher Aufklärung in Schulen (Magisterarbeit)

  • Boris Weißmann: Jugendräume im ländlichen Bereich und ihr Einfluss auf die Entwicklung der jugendlichen Nutzer (Mikrostudie)

  • Sven von Renteln: Wirkung informeller Bildungsmaßnahmen. Versuch einer Messung nachhaltiger Wirkung von informellen Bildungsmaßnahmen am Beispiel der angebotenen Seminare des Landkreises Northeim zur Erlangung der Jugendleiter/innen-Card (Mikrostudie)

Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für Mitte 2010 terminiert.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 21:18 Uhr
 
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